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Schon während des nicht lange dauernden Treffens  mit T. im Sophieneck war ich verärgert. Natürlich bin ich extrem verletzlich hineingegangen in diesen Termin. Mutig, aber schmerzhaft, ihn um seine Meinung zu mehreren meiner Texte zu bitten. Mich diesem intellektuellen Überflieger so auszusetzen. Andererseits: sonst wäre ich vielleicht nicht an diesem Punkt einer wie auch immer gearteten Entwicklung. Vielleicht war T. überfordert mit der Aufgabe des Feedbacks, überfordert mit meinem Vertrauen, konnte das Bedürfnis nach hochkarätig professioneller Absegnung nicht erfüllen. Christoph H. habe ich mit HEIMATFILM nicht so persönlich konfrontieren können, so dass er diplomatischer reagieren konnte. Ich muss oft an den Brief denken, den er mir immerhin geschrieben hat. T. hat meine Arbeiten sehr böse kommentiert, aus seiner Kritik-Ideologie heraus, dass Nettsein nicht hilft. Ich hatte damals den Eindruck, die Texte wären so schlecht, dass sie ihn verärgert hätten. Jetzt nehme ich aber z. B. DYSTOPIA wieder vor und sehe an wenigen Anmerkungen, dass er es sehr genau und vollständig gelesen hat. Schade, dass der Text jetzt politisch schon so alt ist. 2004 steht da drauf.

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