HYBRIDE I-III. Einige Anmerkungen

Was ist das für ein Versuch?

Nach den ersten zwei Vorstellungen HYBRIDE I – WAHRNEHMUNG und HYBRIDE II – ERINNERUNG in der Vierten Welt nähert sich der Termin für HYBRIDE III – FAMILIE. Der richtige Zeitpunkt, um mehr über unsere Unternehmung zu sprechen.

Matthias Bernhold ist Schauspieler und Musiker, Henning Bochert arbeitet u. a. mit Texten, die gesprochen werden wollen. Zuerst geht es uns darum, in dieser Produktion keinen Vorgaben oder Abhängigkeiten ausgesetzt zu sein. Dafür stellt uns die Vierte Welt dankenswerterweise einen Raum für umfassende künstlerische Freiheit zur Verfügung. Wir arbeiten unentgeltlich, eher noch mit eigenem finanziellem Einsatz, wobei raum4-netzwerk für künstlerische alltagsbewältigung e. V. uns als Produzent unterstützt. Damit vermeiden wir, die Arbeit für arbeitsintensive Förderanträge inhaltlich zurechtbiegen zu müssen.

Wie funktioniert HYBRIDE?

Inhaltlich nehmen wir uns den kurzen Prosatext HYBRIDE ODER ICH WILL KELLY OSBOURNE SEIN von Henning Bochert vor. Der knapp fünf Seiten lange Text ist beschreibt eine Besuchssituation bei einer jungen Familie. Während der Text vor allem ein Thema untersucht, klingen darin, wie bei einem Akkord, eine Vielzahl von Aspekten mit an.

In HYBRIDE untersuchen wir diesen Text auf einige dieser Aspekte hin und machen aus ihnen je ein Leitthema für einen Abend. Jedes Mal aufs Neue schauen wir auf den Originaltext, lassen uns von den darin verwobenen Aspekten und Motiven inspirieren. Wir wählen ein Thema aus, fabrizieren Variationen und Fantasien zu dem Thema, die wir (unter einem für jeden Abend unterschiedlichen formalen Rahmen) unserem Publikum vorstellen.

Was machen die da?

Im Vorfeld arbeitet jeder für sich und produziert viel neues Material – Musik und Text -, welches wir uns in enger werdenden Abständen vorstellen und gemeinsam strukturieren. Alles neu, jedes Mal. Den Originaltext verwenden wir auszugsweise, sofern das dienlich scheint. Wir öffnen im Originaltext so viele Türen wie möglich und durchschreiten sie an jedem dieser Abende in eine andere Richtung. Wir verwandeln die inhaltliche Tiefe dahinter in ein Materialpanorama, das wir (als „Laboranten“) erforschen und darbieten.

Wie geht das jetzt?

Bisher hat der Originaltext nicht vorgelegen. Für Interessierte möchten wir diesen Ausgangstext, von dem wir uns haben inspirieren lassen, zur Verfügung stellen. Am besten sogar zur Lektüre vor der nächsten Vorstellung.

Das Heft steckt beim Verlag Das Fünfte Tier in der Edition Romanfürsorge in der Produktion. Der Text wird – entweder in der veröffentlichten Form zum Verkauf oder als formloser Ausdruck – bei der Vorstellung ausliegen. Außerdem kann er bereits jetzt im PDF- und E-Book-Format heruntergeladen werden. Bitte besuchen Sie dazu henningbochert.de und blättern Sie auf der Seite nach unten zu den Links.

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