Münchner Verfahren: Keupstraße

Gelegentlich gelangen Meldungen vom NSU-Prozess in München an die Nachrichtenoberfläche. Seit dem 12. Januar läuft der Prozess in diesem Jahr weiter, berichtete auch die Süddeutsche. Die Berichterstattung ist in den Hintergrund gerückt, wer nicht selbst auf Seiten wie NSU-Watch die Geschehnisse verfolgt, läuft Gefahr zu glauben, dass diese Geschehnisse in der Gegenwart keine Relevanz mehr haben. In den nächsten Tagen und Wochen will sich das Münchner Gericht mit dem Bombenanschlag in der Kölner Keupstraße 2004 befassen. Alle 22 Opfer sollen befragt werden, meldet die Tagesschau heute. Die Aktivitäten rechtsradikaler Gruppierungen haben die Nation bisher überwiegend untergründig beschäftigt. Der Untersuchungsausschuss des Bundestages konnte auf Grund mangelnder Kooperation der Verfassungsschutzorgane (sprich: verweigerte oder massiv geschwärzte Unterlagen) und sprachlos machender, spontaner Gedächtnisverluste vieler Zeugen an bestimmten Punkten seiner Untersuchungen keine weiterführenden Erkenntnisse gewinnen – ein frustrierendes, fortgesetztes Demokratieversagen der Behörden. Wie die Zusammenhänge zwischen Verfassungsschutzbehörden und den staatsfeindlichen und mörderischen Aktivitäten der ganz Neonazis aussahen, kann nur vermutet werden. Mein Text TAGESTHEMEN. SABOTEURE. könnte einen Beitrag zu der fortgesetzten Diskussion darstellen.
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