European Theatre Academy beim Avignon-Festival

1a-kanaldeckel Die European Theatre Academy findet seit zwei Jahren im Rahmen des Avignon-Festivals im Juli statt und bringt internationale Theatermacher*innen aus Europa zusammen. Ausgerichtet von der European Theatre Convention bzw. der Convention Théâtrale Européenne sprachen auch in diesem Jahr führende Theatermacher*innen Europas vier Tage lang über ihre Erfahrungen mit internationalen Theaterproduktionen, über strategisches Netzwerken, über häufige Fehlentscheidungen und gaben Hinweise, wie diese zu vermeiden sind. Ein entscheidender Teil dieser Veranstaltung war selbstverständlich das persönliche Kennenlernen und der Austausch mit den Referenten und den anderen zwölf Teilnehmern aus Deutschland, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Ukraine und Rumänien. So sprach Christophe Slagmuylder über sein Kunstenfestivaldesarts in Brüssel, Barbara Gessler über die Ausrichtung des Programms Creative Europe der Europäischen Kommission, Wouter Van Ransbeek über das Programm von Ivo Van Hoves Toneelgroep Amsterdam. Der Autor Mohammad Al-Attar, dessen Stück ALORS QUE J’ATTENDAIS wir am Abend auf der Bühne sahen, sprach über den Einfluss von Krieg und Flucht auf sein Schreiben. Dubravka Vrgoč, Präsidentin der ETC und Intendantin des Kroatischen Nationaltheaters Zagreb, sprach über ihre Arbeit, desgleichen Serge Rangoni, Intendant am ausgesprochen international ausgerichteten Théâtre de Liège. Die Teilnehmer hatten am Abend Gelegenheit, einige Vorstellungen im Hauptprogramm des Avignon-Festivals zu besuchen, neben Al-Attars Stück auch LENZ in der Inszenierung von Cornelia Rainer, die vor allem Büchners Erzählung über JMR Lenz, aber auch Briefe, Dokumente und Gedichte verwendet. Das wie gewohnt überbordende OFF-Programm überraschte ebenfalls mit ungarischen Tanzproduktionen, charmanten Monologen wie PARADOXAL von Le Cri de l’Armoire mit dem überaus charmanten Marien Tillet, zeigte aber auch weniger gelungene Produktionen wie LES DÉMONS (Lars Norén) vom Theâtre Dijon Bourgogne. Leider reichte die Zeit nicht mehr, vor der Vorstellung ein Gedicht beim Poète Public zu bestellen. Herzlichen Dank an Monica Zarna von der ETC, die die gesamte Veranstaltung glänzend organisiert hat.    
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