Geschichte(n) übersetzen
Gespräch und Lesung mit Claudia Hamm und Henning Bochert

Wovon erzählt die große Geschichte? Vom Sinnzusammenhang für einen Einzelnen? Von Ideen, Intrigen und Politikern? Vom Alltäglichen und den Werten einer Epoche? Und was, wenn Geschichte über die Bande eines zweiten Blicks erzählt wird: in Übersetzung? Henning Bochert und Claudia Hamm stellen exemplarisch zwei Bücher vor, in denen sich historische Ereignisse durch das Prisma verschiedener Blicke und Sprachen anders darstellen – und für die sie wiederum eine neue Sprache finden mussten.


In Höret meine Stimme! beschreibt David Vaughan die Atmosphäre während der Sudetenkrise in der Tschechoslowakei; Emmanuel Carrère verarbeitet in seinem großen autobiografischen Familien- und Geschichtsepos Kolchose europäische Zeitläufte seit der russischen Revolution und ihre Folgen für vier Generationen. In beiden Romanen spielt politische Propaganda vor einer Landnahme eine Rolle: Carrères Mutter Hélène Carrère d’Encausse ließ sich als Frankreichs wichtigste Russlandexpertin über ein Gesicht Russlands täuschen, das die Realität umgestülpt erscheinen lässt. Chamberlain und die Tschechoslowakei ließen sich von Hitlers Versprechungen hinsichtlich der Sudentengebiete täuschen, wobei der Rundfunk eine entscheidende Rolle spielte. In beiden Romanen gibt es Protagonisten, die übersetzen – und mit ihnen neue Ansichten. Beide Bücher erscheinen zur Frankfurter Buchmesse 2026 im KLAK- Verlag bzw. bei Matthes & Seitz Berlin.
27.11.2026 | 19:30 Uhr | 8 €
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Anklamer Straße 39
10115 Berlin
Gefördert von der Weltlesebühne e. V., unterstützt von KLAK Verlag und Verlag Matthes & Seitz und Golda books and more






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