GROUNDED von George Brant

Das Stück GROUNDED des amerikanischen Autors George Brant erscheint in meiner Übersetzung beim S. Fischer Theater&Medien Verlag.

DrohneÜBER DAS STÜCK

Grounded verbindet nahtlos das Persönliche und das Politische, während das Stück die Geschichte einer F-16-Kampfilotin erzählt, deren ungewollte Schwangerschaft ihre Karriere in der Luft beendet. Sie wird weiter beschäftigt, aber fliegt jetzt ferngesteuerte Drohnen in Afghanistan von einem klimatisierten Anhänger in der Nähe von Las Vegas aus. Die Pilotin kämpft sich durch surreale 12-Stunden-Schichten weitab vom Schlachtfeld, jagt tagsüber Terroristen und ist abends Frau und Mutter. Grounded ist eine Tour de force für eine Darstellerin und fliegt von den Höhen der Lyrik in die Untiefen der täglichen Existenz und nimmt dabei unsere Vorstellungen über Krieg, Familie und die Kraft des Geschichtenerzählens ins Visier.

 
ÜBER GEORGE BRANT
George Brants Stücke: Elephant’s Graveyard, The Mourners’ Bench, Any Other Name, Grizzly Mama, Salvage, Three Voyages of the Lobotomobile, Defiant, Good on Paper und Dark Room. Seine Arbeit wurde unter anderem produziert und entwickelt von Ensemblen wie der Trinity Repertory Company, dem Kennedy Center, Cleveland Play House, Asolo Rep, Bay Area Playwrights Festival, The Playwrights’ Center, WordBRIDGE Playwright’s Lab, dem Hangar Theatre, Equity Library Theatre, Premiere Stages, Florida Studio Theatre, Trustus Theatre, Elemental Theatre Collective, Balagan Theatre, der Drama League, dem Disney Channel, Factory Theatre, Debutantes and Vagabonds, StreetSigns Theatre Company und der zeppo theater company. Seine Texte erhielten den David Mark Cohen National Playwriting Award des Kennedy Centers, den Keene-Literaturpreis sowie einen Ohio Arts Council Individual Excellence Award für 2012. Er hat Stipendien vom James A. Michener Center for Writers, der MacDowell Colony, dem Djerassi Resident Artists Program und dem Blue Mountain Center sowie Stückaufträge vom Dobama Theatre und Theatre 4 erhalten. George Brant hat seinen MFA in Writing an der University of Texas in Austin gemacht und ist Mitglied der Dramatists Guild. Seine Texte werden von Samuel French und Smith & Kraus verlegt.
Weitere Informationen unter www.georgebrant.net.
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Modern Theatre in China and Europe – Cross-Cultural Links

Plakat

Symposium MODERN THEATRE IN CHINA AND EUROPE – CROSS-CULTURAL LINKS an der FAU Erlangen-Nürnberg.

Hier halte ich einen kleinen Vortrag UNGEAHNTE KLIPPEN über Interkulturalität in Theaterproduktionen am Beispiel der Produktion SUMSUM²-EINE GRENZENLOSE LIEBES- UND SPRACHVERWIRRUNG von 2010.

11.-13. April 2014

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Welttheater verstehen – Das Buch

Welttheater_coverMeine liebe Kollegin Dr. Yvonne Griesel hat es endlich geschafft: das Buch, das nach ihrer Veranstaltung "Welttheater verstehen" von Drama Panorama 2011 im HAU und erst recht nach dem Symposium zur Theaterübersetzung GETTING ACROZZ beim PAZZ-Festival 2012 in Angriff genommen wurde, ist nun im Alexander-Verlag erschienen. Gratuliere! Ein Muss für alle, die sich mit Sprachmittlung im Theater befassen: WELTTHEATER VERSTEHEN.

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Kracht: IMPERIUM

imperium_coverHandwerklich geschliffener Stil, opulente Sprache mit vielen Adjektiven und Adverbialkonstruktionen, die ein abfälliges Schmunzeln bzw. einen überheblichen Genuss an den fatalen Irrungen anderer vermitteln. Seine Protagonisten zu denunzieren, ist sicherlich kein Verbrechen (Heinrich Mann, Kafka, Jean Paul …). Aber Kracht tut es nicht wütend wie Goetz, nicht auf Augenhöhe. Er stellt uns einen (immerhin real existiert habenden) Fanatiker vor, der völlig weltfern eine "Individualutopie" (Lützow, S. 173) bis zum Wahnsinn lebt, die höchste Form der Utopie wird die tiefste Barbarei, ja Autokannibalismus. Das Buch ist also "böse", weil es Gefühle wie Häme, Verachtung, Selbstgerechtigkeit etc. als Stilmittel verwendet. Aber wohin geht Kracht‘s Interesse? Ist er Menschenverächter oder Menschenfreund? Das Buch ist hervorragend gebaut, keine Frage. Es ist überaus kohärent, will sagen: es besitzt eine geschlossene Form, was zu meinem Leidwesen ja offenbar Bedingung für Erfolg zu sein scheint, und überrascht trotzdem mit dem persönlichen Einschreiten des Autors, der einmal sogar ich sagt, also sich am Schreibtisch auch meint. Das ist souverän, das ist gekonnt, das ist sportlich. Er spielt auch mit der inzwischen eben überheblich und Einverständnis heischend anmutenden, kumpelhaften Wir-Form, die ihn und die Leserschaft auf die einverständig erfundenen (aber durchaus gleichnishaft gemeinten) Romanfiguren blicken lässt wie auf etwas in einer Petrischale. Zuerst führt das dazu, dass ich mehr lesen will von Kracht, um zu wissen, ob er sich anderswo klarer positioniert. Ich bin irritiert, denn seine Positionierung scheint handwerklich und formal so deutlich, und doch kann ich sie nicht fassen. Er macht sich lustig über diesen gefährlichen Weltverächter, und da er ihn Adolf Hitler, den er auch hauptsächlich als Würstchen beschreibt, gleichsetzt, stellt Kracht sich selbst gleich auf die korrekte Seite der Geschichte. Dennoch fühle ich mich nicht wohl mit diesem Autorenarm um meine Schulter. Vielleicht weil diese Art der Distanzierung zu einfach ist? Sich anbietet als Machtinstrument über die Figuren, die man als Autor ja sowieso hat? Wie gehe ich als Erzähler mit Macht um? Darf ich dieses Instrument, das mir als auktorialer, als gottähnlichem Autor zu Gebote steht, benutzen, um die Figuren so durch die Hölle zu schicken? Oder ist das eine lächerliche Frage, denn wo könnte Macht weniger Schaden anrichten als in bloßen Worten.

Lewitscharoff wird gerade live und in Farbe und wiederholt angespitzt und in den Boden gestampft, eben weil sie als Autorin im Wissen um die Bedeutung von Worten diese so vermeintlich leichtfertig einsetzt, und dann setzt sie sie aber genauso wieder ein und hat aus dem Dresdner „Vorfall“, den alle gern als Ausrutscher sähen, nichts gelernt oder hat die ganze Zeit (also ihr Leben lang) immer nur das Falsche gelernt und jetzt kommt‘s raus. Nein, Worte haben Gewicht.

Dann folge ich dem verunsicherten Impuls, nach Kritiken oder Besprechungen von IMPERIUM zu suchen, weil ich sehen will, was die Welt dazu gesagt hat (und finde einen Überblick bei perlentaucher). Und siehe da: die Rechtsnähe hatte in einer frühen Kritik Georg Diez herausgelesen und unterstellt, jedoch wurde dieses Urteil sogleich niedergetrampelt. Dennoch sind die Rezensionen extrem gespalten, von totaler Enttäuschung bis hin zu großem Vergnügen und Lesegenuss. Ich lese, dass Roman Bucheli (NZZ) das forciert Selbstironische als nicht fruchtbar, als ohne ästhetischen Mehrwert bezeichnet. Ich tendiere zu Enttäuschung, was etwas über mich aussagt, denn das erste, was mir einfiel, war ja Opulenz, die einem Autor wohl zu Gebote steht, aber man muss auch wissen, wieso. Als Tropismus? Dem Urteil „qualvoll“ (Andreas Fanizadeh) über den Versuch, die Sprache jener Zeit auferstehen zu lassen, schließe ich mich an. Wahrscheinlich bin ich doch im Kern eher Freund der asketischen, gerne zu ernsthaften Literatur. Und der Snobbismus, der einem Rezensenten früher bei Kracht gefallen hat, liegt mir hoffentlich sowieso fern. In meine Lektürereihe hat der Roman durch seine gewissen Parallelen zu Illies 1913 gepasst. Fazit: nicht inspirierend, aber lehrreich.

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Ein Stück: Tschechien

Drama Panorama: Forum für Übersetzung und Theater e. V. und Tschechisches Zentrum Berlin präsentieren ein zweitägiges Festival tschechischer Gegenwartsdramatik

18. – 19. Juni 2014

Das diesjährige Programm findet unter dem Motto „Verschobene Realität“ statt:

18.6.2014 – 19:00 Uhr

  • Eva Prchalová: Höhenangst
  • Anna Saavedra: Geheimbericht vom Planeten der Mütter (Mamma Guerilla)
  • Petr Kolecko: Poker Face

Tschechisches Zentrum Berlin, Wilhelmstraße 44, 10117 Berlin

Szenische Lesungen in Auszügen mit einem anschließenden Gespräch mit den Autor_innen und der Übersetzerin und Dolmetscherin Doris Kouba.

Eintritt frei

 

19.6.2014 - 20 Uhr

Theater unterm Dach, Danziger Straße 101, 10405 Berlin

Roman Sikora: Bekenntnis eines Masochisten

Inszenierung von Theater Letí, Prag, Regie: Martina Schlegelová

In tschechischer Sprache, mit Simultanübersetzung ins Deutsche (Kopfhörer)

Im Anschluss: Podiumsdiskussion mit dem Autor Roman Sikora, der Regisseurin Martina Schlegelová und der Theaterwissenschaftlerin Martina ?erná zum Thema Inszenierung zeitgenössischer tschechischer Stücke im nationalen und internationalen Kontext. Moderation: Barbora Schnelle.

Karten 12€/8€. Reservierung bitte beim Theater unterm Dach unter 030 – 902 95 38 17

Mehr Informationen unter: www.drama-panorama.com und www.czech-berlin.de

 

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Herr Köhler im Radio

Eberhard Köhler, Schauspielregisseur

  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 23. März 2014, 12:40 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
  • Wiederholung:
    • Samstag, 29. März 2014, 11:03 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Er wohnt in Berlin, arbeitet mal in St. Petersburg, mal in Zürich, dann wieder in Pittsburgh oder doch auch in Berlin.

Für Eberhard Köhler, Theaterregisseur aus Wuppertal, Deutschland, sind alle Probebühnen dieser Welt ähnlich: kleine, dunkle, staubige Räume, die für ihn dennoch wunderbare Orte sind, belebt durch die Schauspielerinnen und Schauspieler und die Geschichten, der er mit ihnen auf diese Bühnen bringt. In St.Petersburg in Russland ist er seit fast 10 Jahren mit dem freien Teatr Pokoleniy, dem Generationen-Theater verbunden, mit dieser Truppe hat er schon zwei Stücke der Schweizer Dramatikerin Laura De Weck auf die Bühne gebracht.
Mit dem Autorenduo Ariane von Graffenried und Matto Kämpf möchte er im Herbst in Zusammenarbeit mit der freien Berner Theaterszene ein binationales, russisch-schweizerisches Stück auf die Bühne bringen. In der Sendung bei Brigitte Häring spricht Eberhard Köhler über seine Theaterleidenschaft und über seine Musik, die er mitgebracht hat.

Redaktion: Brigitte Häring

http://www.srf.ch/sendungen/musik-fuer-einen-gast/eberhard-koehler-schauspielregisseur

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Anders: Stammtisch für Dramenübersetzer_innen

StammtischLiebe Leute,

aufgrund einiger ungünstiger Doppeldauertermine haben wir uns besser früh als spät entschieden, den Termin auf den jeweils ersten Mittwoch (anstatt Donnerstag) im Monat zu verlegen. Also flugs die Papier- oder digitalen Kalender gezückt bzw. aufgerufen und diesen Wiederholungstermin ändern!

Wir freuen uns also auf Euch am 02. April 2014 um 13 Uhr (bis ca. 14 Uhr) im Restaurant 3 Schwestern im Kunstquartier Bethanien.

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Biller in der ZEIT

Noch ehe ich überhaupt nachdenken kann über Maxim Billers Polemik in der ZEIT der letzten Woche, schreiben Mangold und Klaus-Dieter Lehmann (vom Chamisso-Preis) schon geschliffene Repliken. Mich hatte der ja amüsiert, aber nicht intellektuell, sondern einfach wegen der Polemik-Form, das finde ich ja auch bei Goetz über lange Strecken immer erfrischend, diese körperliche Literatur. Fühle mich von der Beschimpfung aber überhaupt nicht gemeint. Innerlichkeitsliteratur schimpft er Handke, während mich an Handke weniger die Innerlichkeit, vielmehr das Blasierte ankotzt. Und Handke ist doch nur ein Teil der Bandbreite, die inspirieren kann. Von Biller bin ich bisher allerdings überhaupt nicht angeregt, auch die Empfehlung Goetzens für Billers „Der gebrauchte Jude“ habe ich dann nicht nachvollziehen können. Sein Vorwurf der Sterilität und Selbstreflexion usf. finde ich allerdings (vor allem inzwischen, wo die 90er so lange her sind, und auch da gab es schon die Popliteraten, die überhaupt so was von nicht innerlich waren) abwegig. Ich glaube nicht an Migrationsgeschichten als Antwort auf eine vermeintliche Sterilität etc. Tatsächlich ist mir ja eigentlich egal, ob die Autoren oder ihre Eltern irgendwie migriert sind. Ob das ihr Schreiben interessanter macht? Da migriere ich lieber selber in andere Literaturen, als dass dieser Vorgang oder die Erfahrung Thema sein muss. Und lese Pamuk (nur so als Quotentürke), oder Pynchon, oder Kertesz oder Jelinek oder Wolkers oder Perec oder Bolaño uswusf. Man hat doch die Weltliteratur (danke, Ihr Übersetzer_innen!), eine Nationalliteratur (aber bitte mit MIgrationsprozentsatz), wie Biller sie fordert, muss doch nicht alles leisten. Was ist denn das für ein Anspruch?!

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Neu: Stammtisch für Dramenübersetzer_innen

StammtischFür alle Dramenübersetzer_innen und die üblichen Verdächtigen und solche, die es werden wollen, und auch solche, die irgendwie ein anderes Interesse an diesem Thema haben: Ab März findet im Restaurant "3 Schwestern" im Kunstquartier Bethanien regelmäßig am 1. Donnerstag im Monat um 13 Uhr ein Stammtisch von Drama Panorama statt. Hier kann man sich verabreden, sich entspannt und ohne Themenbindung sehen, auf dem Laufenden halten, quatschen oder sonstwie austauschen. irgendwer ist immer da. Wer diesmal nicht kann, kommt vielleicht beim nächsten Mal oder in einem halben Jahr.

Wir freuen uns also auf Euch am 06. März um 13 Uhr im "3 Schwestern"!

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Logbuch INFINITE JEST gesamt

Meine bescheidenen Anmerkungen während der Lektüre von INFINITE JEST/UNENDLICHER SPASS 2013 habe ich nun auf einer Seite zusammengestellt. Viel Vergnügen.

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