USA im September II

Die vergangene Woche begann mit einer Abkühlung, ohne dass es merklich weniger schwül wurde. Einige wunderbare und interessante Menschen, auf die ich mich schon sehr gefreut hatte, konnte ich nun tatsächlich sehen. Im Theater gab es wie immer enttäuschende Momente. So war Craig Lucas‘ neues Stück I WAS MOST ALIVE WITH YOU, das ich im Playwrights Horizons sah, eine einzige furchtbare Angelegenheit auf der Grundlage des Buches Hiob (und, der Autor macht leider kein Geheimnis draus, auch seines Lebens), die nicht einmal die ansonsten sicher interessante Tatsache, dass der Autor ASL (American Sign Language, vulgo Gebärdensprache) in das Stück eingeschrieben hat, retten konnte.

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HATUEY: MEMORY OF FIRE

Im Zuge von Recherchen zu interkulturellen und mehrsprachigen Theaterarbeiten bin ich auf einen Arbeitsbericht der amerikanischen Autorin und Regisseurin Elise Thoron über ihre russisch-amerikanischen Erkundungen im O’Neill Theater Center gestoßen. Seitdem – ich schätze, das ist fünf bis sieben Jahre her – verfolgen wir unsere Arbeiten gegenseitig und teilen das Interesse für mehrsprachige Theaterforschungen.

Elise Thoron | Foto: H: Bochert

Kurz vor dem Abflug in die USA erreicht mich die Ankündigung ihrer aktuellen Produktion, die justamente in New Jersey Premiere haben würde, wenn ich in New York wäre. Welch wunderbarer Zufall: Nicht nur ist Elise in New York, sondern nach Arbeiten in Japan und anderen Orten auf dieser Welt zeigt sie ausgerechnet hier eine Produktion. Und nicht nur irgendeine. Lesen Sie mehr »

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9/11

Feuerwehrleute in Galauniform für den 11. September

Irgendwie hatte ich halb übersehen, dass heute der 11. September ist. Ein wenig wunderte mich, dass vor der Feuerwache gegenüber fein uniformierte Feuerwehrleute herumstanden anstatt der in heruntergekrempelte Arbeitsoveralls gekleideten Recken, die ihre nervtötenden Motorsägen probelaufen lassen. Dann erfahre ich, dass sie hier präzise zum Zeitpunkt der Anschläge rituell Aufstellung nehmen und beten und Fotos machen zu Ehren der 300 Feuerwehrleute, die bei den Einsätzen am World Trade Center gestorben sind.

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USA im September I

Wo ich angenommen hatte, schon in der ersten Woche loslegen zu können, habe ich jetzt den Eindruck, mich vor allem vorbereitet zu haben auf die kommende Woche. Diese erste verlief unterschiedlich: Auf dem Land war es herrlich. Die erdrückende Hitze hinderte mich nicht daran, einen Eindruck vom kleinen Örtchen Woodstock im Bundesstaat New York zu gewinnen. Einige Althippies schlurfen noch perlenbehangen zum Kaffeeladen und verkaufen Meditation und handgemachten Schmuck, aber längst geht es um Immobilien und Hanglage Waldblick. Welch ein herrliche Erfahrung, endlich – 25 Jahre nach den ersten New-York-Erfahrungen – auch das Umland kennenzulernen, und wie schön ist es an dieser Küste, in den weiten Wäldern der Catskills, wo Bären und Kojoten hausen.

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Wrangel Ecke Tabor

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Buchpräsentation und Lesung: Von Masochisten und Mamma-Guerillas

Neue tschechische Theaterstücke – grotesk, politisch und aktuell. Ein Abend zur tschechischen Gegenwartsdramatik mit Drama Panorama e. V.: Hannah Schröder, Renate Regel, Henning Bochert und Eberhard Köhler lesen Stücke von Kateřina Rudčenková, Roman Sikora, Tomáš Vůjtek und Anna Saavedra.

Foto: B. Schnelle

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Ziele interkultureller Theaterproduktionen: Wie sind sie zu realisieren? Wie sind ihre Herausforderungen zu meistern?

von Henning Bochert

Nicht erst seit 2015, als eine große Zahl von Flüchtlingen Deutschland erreichte, war es ein Ziel der deutschen Theaterschaffenden und der Kulturpolitik, diese Menschen und diesen Vorgang im deutschen Theater sichtbar zu machen. Die gesellschaftliche Veränderung und die damit verbundenen engagierten und ablehnenden Reaktionen sollten ebenfalls behandelt werden. Aber auch schon zuvor hat eine zunehmend internationalisierte oder, allgemeiner, diversifizierte Theaterlandschaft die Theaterkünstler beschäftigt. Die Einflüsse anderer Kulturen und die Begegnungen mit ihnen wurden als Bereicherung wahrgenommen und auch – namentlich und schon lange von der Kulturstiftung des Bundes – gefördert. Lesen Sie mehr »

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Niemetz

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Akın Emanuel Şipal: EIN HAUS IN DER NÄHE EINER AIRBASE

von Henning Bochert

Akın Emanuel Şipals Stücke spielen anderswo. KALAMI BEACH auf Korfu an einem Traumstrand, SANTA MONICA neben nämlichen Ort auch in Essen und der Türkei, und die Hauptfigur von VOR WIEN landet in Istanbul eigentlich auch nur zwischen.

Da passt es gut ins Bild, dass die Personen in EIN HAUS IN DER NÄHE EINER AIRBASE komplett deplatziert sind, sogar im Aktiv: Sie haben sich deplatziert. Eine Familie aus Deutschland ist in die Nähe der NATO-Militärlagers in Incirlik gezogen, wo sie ein Ferienhaus besaßen, das sie nun dauerhaft beziehen. Die Tochter, späte Teenagerin, ist nicht begeistert, sie wehrt sich gegen die „Entwurzelung“, während die Mutter Lesen Sie mehr »

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Jetzt erhältlich: VON MASOCHISTEN UND MAMMA-GUERILLAS

Endlich ist er da: VON MASOCHISTEN UND MAMMA-GUERILLAS. Die Herausgeberin Barbora Schnelle stellt darin neue tschechische Dramatik vor. Das Buch ist ab sofort erhältlich (z. B. über den Verlag).

„Ein Update im deutschsprachigen Raum und zugleich der erste Band der neu gegründeten Reihe von übersetzten Theatertexten der Gegenwart: Drama Panorama.

Seit dem ersten Gastspiel am 26. Mai 2018 im Rahmen des Festivals EIN STÜCK: TSCHECHIEN ist der Band erhältlich und wird bei den Lesungen am 06. Juni im Tschechischen Zentrum offiziell präsentiert. Sie sind/Ihr seid herzlich eingeladen.

Mehr auch bei Drama Panorama.

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